
Kolja Schmid
Als sein Vater 2014 ein chirurgisches MVZ gründete, übernahm Kolja Schmid die betriebswirtschaftliche Steuerung. Über sieben Jahre trug er Kontobewegungen, Personalkosten und Abrechnungen in Tabellen zusammen, immer im Nachhinein. MediPulse ist die Antwort auf diese Jahre: das Werkzeug, das er damals gebraucht hätte. Zuvor beriet er bei McKinsey zu digitalen Geschäftsmodellen. Bei MediPulse verantwortet er das Produkt.
Artikel von Kolja Schmid
Lohnt sich eine Leistung? Wann die EBM-Minute zählt
Sechs pauschale Positionen ergeben 1,61 bis 2,75 Euro je Minute Arztzeit, gerechnet über die Kalkulationszeit des Bewertungsmaßstabes. Eigene Rechnung.
Außerhalb der Menge: die Liste des Bewertungsausschusses
Eine Anlage zum Beschluss vom 25. August 2026 grenzt ab, was außerhalb der budgetierten Menge läuft. Bundesweit sind das 38,6 Prozent der Gesamtvergütung.
Kinderarzt-MGV: was entbudgetiert wird und was nicht
Ab 1/2027 wird die kinderärztliche Gesamtvergütung neu festgesetzt, für acht Quartale. Im Bundesmittel geht es um 71.541 Euro je Arzt und Quartal.
Veränderungsraten der Morbiditätsstruktur je KV-Bezirk
Zwei Raten je KV-Bezirk empfiehlt der Bewertungsausschuss für 2027, von minus 0,07 bis plus 1,55 Prozent. Was sie wert sind, hängt am eigenen MGV-Anteil.
Elektronische Patientenakte: die Vergütung fällt weg
Zwei Positionen zur elektronischen Patientenakte werden gestrichen, die dritte läuft zum Jahresende aus. Bewertet waren sie mit 0,38, 1,91 und 11,34 Euro.
TSVG-Zuschläge: der Wegfall steht in der eigenen Abrechnung
Drei Vermittlungswege, drei Auslöser, Aufschläge von 40 bis 200 Prozent. Zum 1. Januar 2027 fallen sie weg, und jeder betroffene Fall ist gekennzeichnet.
GKV-Spargesetz: 53 Gebührenordnungspositionen fallen weg
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz nimmt dem EBM nach eigener Zählung 53 Gebührenordnungspositionen: 52 werden gestrichen, eine läuft aus.
Vorhaltepauschale: was zehn Impfleistungen wert sind
Der größte steuerbare Hebel der neuen Pauschale ist weder die Fallzahl noch der Kriterienkatalog, sondern eine Schwelle von zehn Impfleistungen je Quartal.
Geräteinvestition: die Abschreibung ist die halbe Rechnung
Vier Aufwandspositionen ergeben rund 16.800 Euro je Inhaber:in, und nur die Hälfte davon ist Abschreibung. Eine eigene Zuordnung, und eine Obergrenze.
Praxiskosten senken: höchstens 13 Prozent sind beweglich
Personal, Miete und Abschreibungen binden 73,8 Prozent der Aufwendungen. Eine eigene Zuordnung zeigt: Beweglich sind höchstens 13 Prozent. Was das bringt.
Wirtschaftlichkeitsprüfung: was eine Nachforderung kostet
Bei Verordnungen ist eine Nachforderung auf die Differenz zur wirtschaftlichen Alternative begrenzt. Was das für die Rückstellung heißt und wie lange sie gilt.
Regelleistungsvolumen: 3 Ebenen, ein eigener Grenzwert
Die Deckelung der Menge steht im Gesetz, ihre Höhe nicht: Die legt Ihre Region im Honorarverteilungsmaßstab fest. Was das für Ihren Fallwert bedeutet.
MVZ-Abrechnung: ein Bescheid, gut sechs Behandler:innen
Im MVZ rechnet das Zentrum ab, nicht die Behandler:in. Liegt eine Stelle zehn Prozent unter dem hausärztlichen Bundeswert, fehlen rund 26.000 Euro im Jahr.
Privateinnahmen der Arztpraxis: 16 Prozent im Schnitt
Die privaten Einnahmen je Inhaber:in stiegen im letzten Berichtsjahr um 6,7 Prozent, die GKV-Einnahmen fielen um 4,4 Prozent. Was ein Prozentpunkt bringt.
Praxis-Dashboard: 3 Quellen, die zusammengehören müssen
Ein Dashboard aus einer Quelle zeigt Leistung, keinen Euro. Was darauf gehört, wie schnell jede Zahl da ist und was ein Prozentpunkt Personalanteil kostet.
Abrechnungsanalyse der Arztpraxis: Fallwert in 3 Schritten
Bundesweit 75,78 Euro hausärztlich, 84,42 fachärztlich: Den eigenen Fallwert zu prüfen heißt, Fallbegriff, Honorarbegriff und Vergleichsquartal zu klären.
Buchhaltung in der Arztpraxis: ein Prinzip, drei Fristen
Eine Arztpraxis ist meist nicht buchführungspflichtig: Sie rechnet per Einnahmenüberschussrechnung, und dort zählt der Zufluss. Dazu drei Aufbewahrungsfristen.
MVZ-Controlling: 4 Kennzahlen, die anders zählen
Im MVZ sind 94,5 % der Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen angestellt. Ärztliche Arbeit ist damit Kostenposition statt Restgewinn: 4 Kennzahlen dazu.
Steuerrücklage in der Arztpraxis: 4 Schritte zum Puffer
Wie viel Steuer eine Arztpraxis zurücklegen muss: Ab 69.879 Euro zu versteuerndem Einkommen sind es 42 bis 47,48 Prozent vom Gewinnzuwachs, nicht vom Gewinn.
BWA der Arztpraxis richtig lesen: Ergebnis ist nicht Gewinn
Wie Sie die BWA Ihrer Arztpraxis lesen: Das vorläufige Ergebnis steht vor Arztlohn, Einkommensteuer und Tilgung. 16 KV-Zahlungen lassen den Umsatz springen.
Praxiskennzahlen: die 8 wichtigsten KPIs für die Arztpraxis
Welche Praxiskennzahlen zählen wirklich? Die 8 wichtigsten KPIs mit Formel, Datenquelle und Takt. Reinertrag 2024: 338.000 Euro im Schnitt, 232.000 im Median.
Liquidität in der Arztpraxis: 4 Gründe für das leere Konto
Gewinn ist nicht Liquidität: Warum eine profitable Arztpraxis klamm sein kann und welche drei Effekte das Konto mindern, ohne den Gewinn zu mindern.
Praxiscontrolling in der Arztpraxis: Kennzahlen und Takt
Praxiscontrolling ist Praxissteuerung mit Kennzahlen statt Bauchgefühl. Personalkosten binden rund 58 % der Aufwendungen je Inhaber:in (Zi, 2023).
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